Montag, 16. Juli 2018

Schutz

Wenn man sich zur Sommerreisezeit auf Bahnhöfen, Flughäfen und Ferienorten rumtreibt, kann sich eine gewisse Misanthropie breit machen bzw. der Gedanke kommt auf, dass es einfach zu viele Menschen gibt.
Hier meine Lösung.



Sonntag, 24. Juni 2018

Hubbel

Diese Arbeit ist aus einem Side-Project entstanden: Wolle aufräumen durch weghäkeln!
Also merkwürdige Wollreste wegschaffen, die nicht nach dem einen, speziellen Objekt rufen, das sie werden wollen.
Aus diesem Zufallsprozess sind Ausstülpungen und Wölbungen entstanden, die es auch in jeder Höhle gibt.
Darum hängen sie im Kunstmuseum in Albstadt bis zum 30. September an der Wand.


Sonntag, 17. Juni 2018

Pilze



6 Pilze von insgesamt 20, Format je 148 x 210 cm

Diese Serie von 20 Pilzen habe ich letzten Oktober während meines Stipendiums auf Schloß Wiepersdorf liegend im Wald gezeichnet und danach mit feinstem Kupferdraht auf Papier gestickt.
Dieses Ornamentband stellt bei meiner laufenden Ausstellung "Faden, Stein, Papier" den Übergang der oberirdischen Welt der Steinbrüche mit der unterirdischen Welt der Höhlen dar.


Mittwoch, 6. Juni 2018

Saarlandumrundung zu Fuß, mit Zeichenblock & Häkelnadel

Meine nächstes Projekt ist in Planung.
Es  wird eine Saarlandumrundung sein, bei der ein Reisetagebuch entsteht.
Also eine Art Jakobsweg, eine kontemplative Wanderung, aber in meiner eigenen Welt und fernab der menschlichen Hauptströme.
Die täglichen, künstlerisch festgehaltenen Erlebnisse werden per Post (analog!) in das Weltkulturerbe Völklinger Hütte geschickt und können dann dort mitverfolgt werden.
Ich packe meinen Rucksack und nehme mit:


Am 3. September laufe ich los. Ganz alleine.
http://www.wandern.saarland

Montag, 28. Mai 2018

Versteckte Kunst

In der Dauerausstellung des Esche Museums
sind Arrangements anzutreffen, die anders sind als sonst.
Aber nicht mehr lange. Am 10. Juni baue ich die Ausstellung ab.


Dienstag, 15. Mai 2018

Ausstellungsansichten

Das ist die laufende Ausstellung "Faden, Stein, Papier".
Noch bis zum 30. September im Kunstmuseum Albstadt.







Mittwoch, 2. Mai 2018

Meine Liebe zum Stein


Faden-Stein-Papier


Höhlen und Steinbrüche

Wie so oft sind es die Widersprüchlichkeiten und Gegensätze, die mich am meisten faszinieren. Das Gegensatzpaar hart – weich steht bei meiner häkelnden und stickenden Arbeitsweise offensichtlich im Kontrast zu meinen steinernen Motiven Fels und Gestein. Hinzu kommen bei den Höhlen und den Steinbrüchen hell – dunkel und innen – außen.


 Der Steinbruch entsteht durch gewaltsame, abrupte Einflussnahme des Menschen, dort, wo vorher unversehrte Landschaft war. Höhlen hingegen sind uralte Hohlräume, die von der Natur selbst gestaltet worden sind.
Beide stehen trotzdem für steingewordene Ewigkeit. Auf der tiefsten Sohle eines Steinbruches habe ich das Gefühl im Inneren der Erde zu stehen. Dort, wo noch vor kurzer Zeit ein Berg war. In den Höhlen herrscht absolute Dunkelheit und Stille – ab und zu hört man einen Wassertropfen. Ich war ganz allein mit der Schöpfung.
Die Veränderung der Welt macht mir Angst, aber ich bin Teil davon. Ich kann sie nur beobachten und in meiner Weise abbilden.
Es verstört mich, dass ich die Gewalt der Steinbrüche so schön finde.
Es irritiert mich, dass Höhlen die ältesten Schutzräume der Menschheit sind und bedrohlich auf mich wirken.
In diesen diffusen Gefühlszuständen sind in den letzten zwei Jahren in fünf Steinbrüchen und sechs Höhlen Zeichnungen entstanden. Daraus habe ich Stickzeichnungen, Linoldrucke und Holzschnitte entwickelt. Ergänzt werden diese Grafiken, ganz intuitiv, durch verschiedene Häkelobjekte und weitere Stickgrafiken aus Themenbereichen, die mit dem Gestein kommunizieren. Ich bringe die Welt der Höhlen und Steinbrüche zusammen mit gefalteter Wäsche, Faltenwürfen, Pilzen,Wasserblubbern in Riesendimensionen, abgehackten Tentakeln, Erdschichten und im Winken erstarrten Taschentüchern.


So ist im Kunstmuseum Albstadt, im großen Parkettsaal, eine ineinander greifende Installation aus Faden, Stein & Papier entsanden.