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Montag, 16. Juni 2014

Häkelkosmos

Vom Korallenriff zum schwarzen Loch

Eine Ausstellung im Deutschen Textilmuseum Krefeld vom 22. Juni bis 14. Dezember.
Gezeigt  werden gehäkelte Naturphänomene verschiedener Künstler.
Ich lasse Gras wachsen, 5 Giftpilze wuchern, erforsche Kerne, Kernspaltung und schwarze Löcher und bevölkere die Außenwand mit Gewächsen.

Der Aufbau von Schmarotzerpflanzen an der Außenfassade des Museums unter Hilfe der historischen Feuerwehr Krefeld-Linn.



Montag, 27. Mai 2013

Schöpfungsgeschichte, 2. Versuch

Ausstellungsansichten aus der aktuellen Ausstellung in Beckum

Der Raum mit Kochtöpfen und Ungeziefer
Der Raum mit den Knäueln

Die Schöpfungsgeschichte als Titel meiner Ausstellung heißt 2. Versuch, weil die Schöpfung, wie wir sie kennen, ja schon da ist. Mein Versuch ist somit der Zweite. Allerdings war Gott schneller als ich. Er hat nur 7 Tage gebraucht und ich arbeite schon 20 Jahre daran und bin immer noch nicht fertig.
Aber ich kann dafür mißratene Kreaturen wieder aufziehen wenn sie mir nicht gefallen. 
Wir sind also beide kreativ Erschaffende - aber doch mit erheblichen Unterschieden.

Freitag, 22. Februar 2013

7. Five o´Clock Tea

Man beachte das Ungeziefer über meinem Kopf (Dame in gestreift).
Das war der siebte Fünf-Uhr-Tee in meinem Haus am See. Im Alltag Atelier genannt. Es waren einige England-Kenner dabei die mich darin bestätigt haben, dass ein Five o´Clock Tea mehr ist als nur Tee, Scones, Clotted Cream und Jam.
Sondern auch zelebriertes Ambiente und Lebenskultur. Womit wir bei meinem Thema sind. Darum macht es für mich Sinn, Bildende Kunst in einem stilvollen und gemütlichen Rahmen zu präsentieren. Nah am Erzeuger und als Ergänzung zu musealen Auftritten.
Für diejenigen die es nicht so genau wissen, was ich da mache und warum: 11 Gäste werden in mein Atelier um 5 zum Tee geladen. Zum Einsatz kommt das 12-teilige Meißner-Porzellan meiner Oma und meine neuesten Kunsterzeugnisse.
So habe ich mein Testpublikum vor Ort, und die neugierige und wohlwollende Stimmung der Besucher beeinflusst die Atmosphäre in meinem Arbeitsumfeld für lange Zeit.
Der nächste 5 o´Clock Tea ist am 13. April. Interessierte können sich bei mir bewerben.

Es gab Scones, Shortbread, Schokomuffins und Gurkensandwiches!

Donnerstag, 16. Februar 2012

5 o´Clock Tea im Februar



Zum 3. Mal habe ich in meinem Atelier auf dem Lande 11 geladene Gäste in meinem Häuschen mit Seeblick empfangen, bewirtet und ihnen meine neuesten Projekte gezeigt und darüber berichtet. 12-teilig ist mein Meißner Porzellan und klein das Atelier. So kommt die Zahl 11 (zusammen mit mir 12) der Gäste zustande. Eine gute Anzahl um alle zu hören und von allen gehört zu werden.
Das Ganze soll eine gemütliche Kunstveranstaltung sein, bei der ich mein Atelier mit Leben fülle und etwas vom Geiste des positiven Interesses in meinem Arbeitsraum und bei mir hängen bleibt.
Die Kunst geht oft genug an den Menschen vorbei - das war der Tenor bei einer sehr intensiven Debatte über Kunstvermittlung und was wir uns eigentlich wünschen.
Wie gesagt, es war sehr intensiv, und ich weiß noch nicht genau was es für mich zu bedeuten hat.
Heraus kam auf jeden Fall, das die Kunst oft an die Person gebunden ist, die sie erschaffen hat. Von einem unsympathischen Menschen, der abgehoben erklärt, hänge ich nicht so gerne was in mein Wohnzimmer. Wichtig war außerdem, den richtigen Kontext bei einer Präsentation zu finden (Paßt diese Art von Kunst zu dem Ort, gibt es dort überhaupt die Menschen die sich das angucken?) und ein Gefühl für Ausstellungsorte zu entwickeln, die vielleicht sogar unüblich für Kunst erscheinen. Viele wollen sich überraschen lassen und gehen dafür auch gerne die kleinen Seitenwege, wo nicht die Besuchermassen den Spaß an der Kultur verderben.
Und was mache ich jetzt mit diesen Erkenntnissen ganz konkret in meinem Häkelkünstlerinnenleben?
Ich tue so, als ob ich nicht darauf angewiesen wäre Geld zu verdienen, erkläre das Jahr zum reinen Häkel- und Zeichenjahr und produziere gigantische Kunstwerke, die in keiner Weise auf ihre Verkaufbarkeit schielen. Ich werde also ganz frei und lebe nur noch für die Kunst!

Sonntag, 23. Oktober 2011

Five o´Clock Tea im Atelier mit Seeblick



Ein Atelier muß belebt werden. Erst Menschen und Betrachter machen einen Ort des Kunstschaffens lebendig und wahrhaftig. Das heißt nicht, daß ich ein Museum in klein erschaffe, sondern ich gebe Einblick in einen athmosphärischen Moment.
Außerdem habe ich ein Faible für gemütliche Orte, die den Besucher willkommen heißen. Das ist für mich in Museen und Galerien nicht unbedingt der Fall (eher im Museumscafé).
Dazu kommt noch die Kunst auf dem Land. Die muß anders präsentiert werden. Die Menschen müssen eingeladen werden zu kommen.
Und dann ist da noch mein 12-teiliges Meissener-Porzellan ("Gelbe Rose"!). Das steht auch meistens im Schrank und wird viel zu selten genutzt.
Zusammen ergibt das: 11 Frauen werden zum gemütlichen Kunst-Nachmittag eingeladen.
Five o´Clock Tea mit Scones, Muffins, Gurkensandwiches, Tee und Sherry. Eine stilvolle Teetafel mit vielen Gesprächen, bei denen ich zwischendurch neue, alte und zukünftige Projekte erläutere und zeige. Das war die Idee. Am Mittwoch, dem 19. Oktober hat nun der erste "Five o´Clock Tea" stattgefunden.
Und meine Erwartungen wurden bei weitem übertroffen.
Der Begrüßungssherry wurde auf der Veranda am See getrunken. Im warmen Holzhäuschen hat sich danach ohne Mühe eine herzliche Plauschstimmung ergeben. Die Frauen kannten sich untereinander nicht. Am Ende waren dann aber doch zwei entfernt verwandt, und zwei andere haben sich gefreut, sich an so überraschender Stelle mal wieder zu treffen.
Ich habe viel gezeigt und vor allem Hintergründe meiner Arbeit berichtet. Vom Kampf mit der Muse im vollen Arbeitsalltag. Vom Bedürfnis nach Anerkennung, wie es eine regelmäßige Gehaltsüberweisung darstellt. Von der Ruhe beim Häkeln. Oder von meiner doppelmoralischen Oma der zu Ehren ich vor 20 Jahren eine schlüpfrige erste Häkelarbeit hergestellt habe.
Es war wirklich ausgesprochen gemütlich und ich bin geschwommen auf einer Welle von echtem Interesse und Wohlwollen. Vielen Dank.
Hier habe ich wohl die genau richtige Präsentationsform für meine Kunst und mich gefunden.
Der nächste Five o´Clock Tea ist in Vorbereitung.